Psychotherapie

 

Das Ziel von Psychotherapie ist es, psychisches Leid zu verringern und Zufriedenheit im Leben zu erhöhen. 

 

Im vertraulichen Gespräch haben Sie die Gelegenheit, wichtige persönliche Themen zu besprechen, und gemeinsam nach Lösungen für unlösbar erscheinende Probleme zu suchen.

 

 

Verhaltenstherapie

 

Hier finden Sie einige Problembereiche dargestellt, die häufig in einer Verhaltenstherapie behandelt werden:

 

 

Verhaltenstherapie bei Ängsten

 

Verhaltenstherapie bei Zwängen

 

Verhaltenstherapie bei Depression / Burn-Out

 

 

 

Der Umfang einer Therapie variiert meist zwischen 10 und 45 Therapie-Sitzungen von jeweils 50 Minuten Dauer.

 

Verhaltenstherapie ist eine psychotherapeutische Methode aus der Psychologie. Genau genommen ist es ein Sammelbegriff für eine Vielzahl von Methoden, wie z.B. Progressive Muskelrelaxation (PMR), Achtsamkeitstraining oder Biofeedback.

 

Eine Verhaltenstherapie in meiner Praxis beinhaltet - neben der allgemeinen Gesprächs-Psychotherapie - folgendes Angebot verhaltenstherapeutischer Therapie-Bausteine:

 

 

Diagnostik

 

Begutachtung, ob eine psychische Erkrankung vorliegt (z.B. Zwangsstörung, Asperger-Syndrom, ADHS im Erwachsenenalter, Demenz, etc.). Beurteilung nach DSM-V und ICD-10. Einsatz professioneller Test-Diagnostik.

 

Leistungs-Diagnostik (Intelligenz, Aufmerksamkeit, etc.) mit schriftlicher Befundung.

 

 

Psychoedukation

 

Vermittlung des aktuellen Wissensstandes zu psychologischen Prozessen und psych. Erkrankungen (Symptomatik, Verbreitung, Entstehung, Verlaufsprognose, empfohlene Therapie und empfohlene Medikation gemäß S3-Leitlininen)

 

 

Kognitive Therapie

 

Die kognitive Therapie ist auf einer einfachen Grundidee aufgebaut:

 

"Nicht die Dinge selbst beunruhigen die Menschen, sondern die Meinungen und die Urteile über die Dinge." (Epiktet)

 

Was ist „kognitiv“? All das, was an Vorstellungen, Überzeugungen, Bildern, Vermutungen, Zukunftsprognosen, Bewertungen und sonstigen Gedanken in unserem Geist stattfindet, sozusagen das „Kopfkino“. Vieles davon kriegen wir gar nicht so direkt mit – bemerken tun wir eher die dadurch entstehenden Gefühle und die Impulse, uns auf eine bestimmte Art zu verhalten.

In unserem Leben interpretieren wir ständig die Welt um uns herum. Das gehört dazu. Wir ziehen Schlussfolgerungen aus positiven und negativen Erlebnissen, stellen Vermutungen an über die Absichten anderer Menschen, haben bestimmte moralische Vorstellungen, und machen uns Gedanken über uns Selbst - unseren Platz in der Welt, unsere Fähigkeiten und Möglichkeiten, usw.

 

Paul Watzlawik hat in „Anleitung zum Unglücklichsein“ eine schöne Geschichte geschrieben, die die Auswirkung von Gedanken überspitzt darstellt:

 

„Ein Mann will ein Bild aufhängen. Den Nagel hat er, nicht aber den Hammer. Der Nachbar hat einen. Also beschließt unser Mann, hinüberzugehen und ihn auszuborgen. Doch da kommt ihm ein Zweifel: Was, wenn der Nachbar mir den Hammer nicht leihen will? Gestern schon grüßte er mich nur so flüchtig. Vielleicht war er in Eile. Vielleicht hat er die Eile nur vorgeschützt, und er hat was gegen mich. Und was? Ich habe ihm nichts getan; der bildet sich da etwas ein. Wenn jemand von mir ein Werkzeug borgen wollte, ich gäbe es ihm sofort. Und warum er nicht? Wie kann man einem Mitmenschen einen so einfachen Gefallen abschlagen? Leute wie dieser Kerl vergiften einem das Leben. Und dann bildet er sich noch ein, ich sei auf ihn angewiesen. Bloß weil er einen Hammer hat. Jetzt reicht´s mir wirklich. - Und so stürmt er hinüber, läutet, der Nachbar öffnet, doch bevor er "Guten Tag" sagen kann, schreit ihn unser Mann an: "Behalten Sie Ihren Hammer".

 

Was hat das mit Psychotherapie zu tun? Angst, Depression, Stress und weitere Symptome sind verbunden mit der Art, wie wir die Welt betrachten. Welcher Teil ist vernünftig und einer Situation angemessen - und welcher Teil ist „Kopfkino“?

 

Die kognitive Therapie ist eine Reflektion der eigenen Sicht auf das Leben. Welche Gedanken hemmen mich, Sachen zu tun, die ich für wichtig erachte? Warum fühle ich mich eigentlich so schuldig, wenn ich mal eine Bitte ablehne? Warum werde ich oft aus nichtigem Anlass wütend? Warum traue ich mich nicht, anderen Menschen in die Augen zu sehen? Das Verfolgen solcher Fragen führt oft zu Grundüberzeugungen der Art: „es darf unter keinen Umständen sein, dass …“ oder „ich würde es nicht aushalten, wenn …“

 

Ausgangspunkt in den Therapie-Gesprächen sind die Gefühle und Verhaltensweisen, die mit eigenen Problemen zusammenhängen. In der weiteren Analyse geht es um alle Gedanken, die bei bestimmten Anlässen in unserer Psyche diese Gefühle hervorrufen. Das Aufdecken und die Diskussion aufkommender Ideen, Vorstellungen und Grundüberzeugungen ist das Herzstück der gemeinsamen Arbeit in der kognitiven Therapie.

 

Download: Arbeitsblatt kognitive Therapie

  

 

Konfrontationstherapie

 

Zur Behandlung von Ängsten wird in der Verhaltenstherapie die Konfrontationstherapie eingesetzt. Zunächst wird das Vermeidungsverhalten im Alltag analysiert (z.B. aufgrund der Ängste nicht mehr mit Freunden essen gehen). Dabei erstellen Klient und Psychotherapeut gemeinsam eine vollständige Liste angstauslösender Orte, Situationen, Objekte, sowie Vorstellungen. Menschen mit Ängsten ist oftmals gar nicht so direkt bewusst, was sie so alles im Lauf der Zeit zu vermeiden begonnen haben. Der nächste Schritt ist das Erkennen und die Auseinandersetzung mit Befürchtungen, die sich hinter dem Vermeidungsverhalten verbergen. Oftmals ist es die Angst vor einer Panikattacke, also die „Angst vor der Angst“. Und viele Menschen fürchten eine Panikattacke aus dem Grund, weil sie eine drohende Katastrophe, wie z.B. einen Herzinfarkt, ein unendliches „Hängenbleiben“ in der Panik, oder einen völligen Kontrollverlust mit fürchterlichem Ausgang befürchten. Diese Ängste sind üblicherweise völlig unbegründet.

Manchmal stehen konkrete Befürchtungen weniger im Vordergrund, als das unangenehme Angsterleben selbst, wie z.B. bei Angstzuständen nach traumatischen Erlebnissen. Und manchmal gehen die Befürchtungen in eine andere Richtung als die Sorge um die eigene Gesundheit: bei sozialen Ängsten ist es üblicherweise die Sorge vor möglichen peinlichen Situationen, die das Denken und Verhalten beeinflusst.

In der Konfrontations-Therapie wird jede einzelne Befürchtung ausführlich besprochen, und unrealistische von realistischen Befürchtungen unterschieden. Einigen sich Psychotherapeut und Klient auf die Durchführung der Konfrontations-Übungen, wird im Anschluss daran der genaue Ablauf geplant. Dabei gibt es die Möglichkeit, mit der schwierigsten Situation zu beginnen (in der Verhaltenstherapie „flooding“ genannt), oder „graduiert“ vorzugehen, d.h. von leicht nach schwer. Die Übungen können entweder zur Bewältigung in Eigenregie geplant werden, oder in Begleitung durch den Psychotherapeuten.

 

Die Ziele der Konfrontations-Übungen:

 

a) Habituation (Gewöhnungseffekt): Abschwächung der neuronalen Alarm-Reaktion durch intensive und zeitlich andauernde Konfrontation. Der Reiz wird vom Gehirn als immer weniger bedeutsam eingestuft, und dieses reagiert in Folge immer weniger auf den Reiz.

 

b) neue Erfahrung: Vermeidungsverhalten verhindert, dass sich falsche Vorstellungen zur Gefährlichkeit einer Situation korrigieren. Dass eine Panikattacke nicht zu Ohnmacht führt, werden Sie vielleicht nach Gesprächen mit einem Psychotherapeuten, Arzt, sowie nach dem Lesen von medizinischer Fachliteratur glauben – mit Restzweifeln. Aber die konkrete Erfahrung, selbst bei stärkster Angst und unter „ungünstigsten Umständen“ nicht in Ohnmacht zu fallen, hat die nachhaltigere, größere Überzeugungskraft.

  

 

Selbstsicherheits-Training

 

 

Analyse des Verhaltens in zwischenmenschlichen Alltags-Situationen. Unterscheidung: selbstsicheres Verhalten, unsicheres Verhalten, aggressives Verhalten. Kommunikations-Training, unterstützt durch Video zur detaillierten Auswertung. Vorbereitung von Verhaltens-Experimenten in realen Alltags-Situationen. Auswertung in der Therapie-Sitzung.

 

 

 

 

Fragen, die in einer Verhaltenstherapie eine Rolle spielen, sind z.B.:

 

- was hindert mich eigentlich daran, mich so zu verhalten oder so zu fühlen, wie ich es gerne möchte?

 

- nach welchen Grundüberzeugungen richte ich mein Leben aus?

 

- was geht mir während einer Panikattacke durch den Kopf? Wovor habe ich eigentlich Angst?

 

- wie kann ich es mir erklären, dass plötzlich diese Probleme in meinem Leben auftreten?

 

- ist Ablenkung oder Hinwendung der bessere Weg, mit Ängsten umzugehen?